Jahresbericht 2018

Jahresbericht 2018

Gemeinsam nicht einsam … sind Worte, die das Jahr 2018 für uns zusammenfassen. Wir sind dankbar für die Gemeinschaft, die wir täglich in unseren Zentren und mit den Menschen mit denen wir arbeiten, bauen dürfen. Miteinander zu wachsen ist spannend und herausfordernd. Es bringt uns an Grenzen und erweitert unseren Horizont.

In diesem Jahresbericht möchten wir in großer Dankbarkeit auf die vergangenen 12 Monate zurückblicken. Unsere Arbeit in der Ukraine setzt sich im Wesentlichen aus vier Bausteinen zusammen: die tägliche Arbeit in unseren drei Tageszentren, die Unterstützung von Familien in Krisensituation, die individuelle Hilfen für Menschen, die durch Behinderungen oder Krankheit in Not geraten sind und die Förderung der Freiwilligendienste und des Ehrenamtes.

1
BILDUNG UND ERZIEHUNG FÜR BENACHTEILIGTE KINDER UND JUGENDLICHE
2
UNTERSTÜTZUNG FÜR FAMILIEN IN KRISENSITUATIONEN​
3
INDIVIDUELLE HILFE FÜR MENSCHEN IN NOT​
4
FREIWILLIGENDIENST UND EHRENAMT​

Die Tageszentren in Odessa und Petrovka

„Es ist wie nach Hause kommen. Das Tageszentrum ist mein zweites Zuhause.“

Lena, 15

Unsere drei Tageszentren waren in diesem Jahr wieder sehr gut besucht. Es sind bis zu 120 Kinder und Jugendliche, die regelmäßig zu uns kommen, um ihre Hausaufgaben zu machen, gemeinsam zu Kochen, zu Lernen und Spaß zu haben. Für viele von ihnen ist es der einzige Ort, wo sie mit freundlichen Worten begrüßt werden, wo sie etwas Warmes zu essen bekommen und wo ihnen mit Geduld und Liebe zugehört wird. Wir sind sehr dankbar für unser Team aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Es ist uns eine besondere Freude, dass auch viele ehemalige Tageszentrumsbesucher bei der täglichen Arbeit mithelfen. Gemeinsam gehen wir durchs Jahr. Wir feiern zusammen Weihnachten, Ostern und das
Erntedankfest. Wir verbringen die Ferien miteinander und genießen den Sommer am Schwarzen Meer. Wir kämpfen uns durch Hausaufgaben und Kontrollarbeiten, lachen und weinen zusammen. Deshalb antwortete wahrscheinlich Tolik auf meine Frage, welches Wort für ihn das Tageszentrum beschreibt, – „Familie“.

2018 haben wir erstmals alle drei Monate eine gemeinsame Veranstaltung für alle Kinder und Jugendlichen zusammen angeboten. Wir wollen dadurch die gemeinsamen Erlebnisse nicht nur auf die Sommerferien beschränken, sondern auch über das Jahr verteilt Momente der Begegnung
schaffen. Dadurch wachsen Beziehungen und Freundschaften auch über die Grenzen des „eigenen“ Zentrums hinaus. Uns ist es wichtig, dass sich die Kinder, Jugendlichen, aber auch die Eltern untereinander kennenlernen und unterstützen. Dabei helfen diese gemeinsamen Events sehr gut.

Unterstützung für Familien in Krisensituationen und individuelle Hilfe für Menschen in Not

„Wir sind so froh, dass unsere Kinder ins Tageszentrum gehen. Dort lernen sie nur Gutes. Ohne euch und eure Hilfe, hätten wir den schweren Weg der letzten Jahre nicht gehen können. Wir sind Gott sehr dankbar, dass Er uns euch geschickt hat.“

Mutter von drei Kindern aus Petrovka

Eine Sache für die wir in diesem Jahr sehr dankbar sind, ist der bessere Kontakt, der zu vielen Müttern entstanden ist. Ein Wendepunkt war das erste Familiencamp, dass wir im Juni für interessierte Familien anbieten konnten. In ungezwungener Atmosphäre sind Beziehungen gewachsen, in denen offen Dinge angesprochen werden können. Dadurch bekommt die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen eine neue Qualität. Man erkennt einen deutlichen Unterschied in der Entwicklung der Kids, wenn Eltern und Tageszentrumsmitarbeiter an einem Strang ziehen und versuchen, die gleichen Werte zu vermitteln.

Des Weiteren konnten wir schwer kranke Eltern sowohl praktisch als auch seelsorgerisch betreuen. Immer wieder müssen Kinder und junge Erwachsene sich damit abfinden, dass ihre Eltern früh an den Folgen ihres Alkohol- und Drogenkonsums sterben oder schwer krank werden. In diesen Fällen ist es das Wichtigste, einen Rahmen zu schaffen, wo die Eltern in Würde und so weit als möglich schmerzfrei betreut werden und wo sich kein Familienmitglied allein gelassen fühlt.

Die wirtschaftliche und politische Lage ist auch 2019 unbeständig und vor allem für Menschen, die kein großes Einkommen haben eine große Herausforderung. Mehr als in den Jahren zuvor, mussten wir Familien mit Lebensmitteln aushelfen oder bei der Bezahlung der Nebenkosten für deren Wohnungen einspringen.

Freiwilligendienste und Ehrenamt

„Ich bin gewachsen, ich habe mich verändert, viele Dinge durchlebt, die mich reifen lassen haben… Man kann sagen, um einiges an Lebenserfahrung reicher. Ich trage anderes, neues in mir, als vor einem Jahr….eine andere Kultur, neue Menschen im Herzen, Herausforderungen, die bewältigt wurden. Neues Wissen, auch praktisch…!

Lea, Freiwillige aus Deutschland 2018/2019

Wir sind sehr dankbar, dass wir auch in diesem Jahr sowohl junge Menschen aus Deutschland für einem Freiwilligendienst bei uns aufnehmen, als auch neun junge Ukrainer in andere europäische Länder aussenden konnten – vier nach Deutschland, zwei nach England und jeweils einen nach Schweden, Polen und Italien. Sie alle arbeiten in sozialen Projekten mit, die sich entweder für junge, alte oder behinderte Menschen engagieren. Für die jungen Erwachsenen ist dieses Jahr immer eine wertvolle und besondere Zeit. Deshalb wollen wir den Bereich der Freiwilligenarbeit auch im kommenden Jahr weiter ausbauen, um noch mehr Jugendlichen die Chance für ein solches Jahr im Ausland zu geben.

DANKE…

wollen wir sagen, an alle die uns 2018 unterstützt haben. Unser Dienst in der Ukraine wäre nicht ohne Eure vielfältige Hilfe in Wort und Tat möglich! Wir danken für alle Besuche, Emails, Anrufe, Gebete und Spenden!

Für 2019 haben wir uns viel vorgenommen. Wir vertrauen darauf, dass wir mit Gottes Hilfe weiter gemeinsam mit Euch dazu beitragen können, dass viele Kinder an einem Ort der Liebe und Geborgenheit aufwachsen können, dass Menschen in Not konkrete praktische und seelsorgerische Hilfe erfahren und dass es weniger Einsamkeit in der Ukraine gibt.

Für 2019 wünschen wir von Herzen Gottes Schutz und Segen!

Slavik und Nicole Borisuk mit Rebekka und Sarah sowie den Kindern und Mitarbeiter von Lebendige Hoffnung Odessa


Kontakt: Nicole und Slavik Borisuk, Tel: +380674851620, borisuk@web.de
Lebendige Hoffnung e.V.
IBAN: DE77870540003442001004
SWIFT: WELADED1STB

 

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