Jahresr?ckblick 2016

 

„Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

Unseren diesj?hrigen Jahresr?ckblick m?chten wir mit diesem Zitat von David Ben Gurion, einem der Gr?nderv?ter Israels, beginnen. In diesem Jahr waren wir Zeugen vieler gro?er und kleiner Wunder. An einige wollen wir uns in diesem letzten Rundbrief 2016 erinnern. Wir durften in viele gl?ckliche und dankbare Kinderaugen schauen, Not lindern und Samen der Hoffnung s?en – nicht zuletzt Dank Eurer und Ihrer gro?z?gigen Unterst?tzung f?r unseren Dienst in Odessa und Umgebung. Vielen Dank f?r alle ermutigenden Worte, Anrufe, Besuche und Mails und herzlichen Dank f?r alle finanziellen und materiellen Gaben!
Das erste gro?e Wunder f?r uns alle ist, dass wir trotz der turbulenten politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in der Ukraine, trotz steigender Preise f?r Strom, Heizung, Wasser, Lebensmittel und unsicheren Zeiten in mancherlei Hinsicht, die Zahl der Familien, Kinder und Jugendlichen, die wir f?rdern und unterst?tzen, wieder erh?hen konnten. So arbeiten wir regelm??ig mit circa 150 Menschen, vor allem nat?rlich mit Kindern und Jugendlichen, aber auch mit Eltern, Menschen mit Suchtproblemen, psychisch und k?rperlich Kranken und Fl?chtlingen.
Sollte ich ein Ereignis 2016 hervorheben, so w?re das sicherlich – neben viele anderen – unser diesj?hriges Sommercamp, das wir Anfang August in einer Ferienanlage, die einer befreundeten Baptistengemeinde geh?rt, mit mehr als 130 Personen durchf?hren konnten. Es war die einzige Zeit, die wir als gro?e “Lebendige Hoffnung Familie” gemeinsam erlebt haben und die diese Woche so besonders machte. Das Gef?hl, eine Gemeinschaft zu sein, die obwohl sie das Jahr ?ber an drei verschiedenen Standorten verteilt ist, doch nach den gleichen Werten und mit ?hnlichen Zielen lebt, ist wunderbar.

Diese intensiven Tage haben auch im Nachhinein viele positive Spuren hinterlassen. So lebt zum Beispiel ein Junge, der aus einem Dorf in der N?he von Petrovka kommt und seit zwei Jahren die Ferien mit uns verbringt, nachdem er vom Jugendamt aus seiner Familie genommen wurde, nun bei einer unserer Mitarbeiterinnen und hat dort eine liebevolle Ersatzfamilie gefunden. Solche gemeinsamen Erlebnisse f?rdern das Zusammengeh?rigkeitsgef?hl in den Tageszentren und haben guten Einfluss auf die allt?gliche Arbeit mit unseren Sch?tzlingen.
Auch 2017 planen wir wieder ein gro?es Feriencamp in der ersten Augustwoche und schon jetzt fragen die Kinder, wann es endlich wieder soweit ist. Wir erwarten im kommenden Jahr bis zu 150 Teilnehmer.
Im zu Ende gehenden Jahr hatten wir viele wunderbare Besucher aus verschiedenen L?ndern bei uns in Odessa, zum Beispiel aus Polen, Deutschland, Luxemburg, den USA und Schottland. Unter ihnen waren Politiker wie Staatssekret?r Dr. Fuchtel im April, Gesch?ftsleute, Photographen, Journalisten und Touristen, aber vor allem viele Glaubensgeschwister. Besonders dankbar sind wir, dass uns seit September Franz und Franziska D?hler aus Lauter tatkr?ftig unterst?tzen. Die Beiden leisten im Rahmen des Programms “weltw?rts”, das vom Bundesministerium f?r Entwicklung angeboten wird, einen zw?lfmonatigen Freiwilligendienst in unserem Verein. Das junge Ehepaar ist eine tolle Bereicherung f?r unser Team und ein gutes Vorbild f?r unsere jungen Leute. Sie haben sich sehr schnell eingelebt und ?bernehmen Verantwortung f?r viele Nachmittagsangebote in den einzelnen Tageszentren. Wer einen genaueren Einblick in ihren Alltag bekommen m?chte, kann gern ihren Blog unter der Internetadresse www.doehlisua.jimdo.com besuchen.
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist das Einbeziehen der Eltern und anderer Bezugspersonen unserer Kinder geworden. Wir d?rfen seit einiger Zeit eine gr??ere Offenheit der M?tter erleben. Es wachsen vertraute und tiefe Beziehungen. Viele suchen Unterst?tzung und Rat. So bieten wir zum Beispiel seit September in Petrovka einen monatlichen Bibelkreis f?r M?tter an, der sehr gut besucht wird. Beim gemeinsamen Austausch und Gebet, sp?rt man, wie sehr die oft sehr armen und verzweifelten Frauen einen Ort zum Auftanken brauchen. Nicht zuletzt durch die intensiven pers?nlichen Gespr?che, wurden wir auf viele ersch?tternde F?lle h?uslicher Gewalt in den Familien aufmerksam. Viele Frauen werden von ihren Lebensgef?hrten misshandelt, oft sogar krankenhausreif geschlagen und m?ssen Todes?ngste ertragen. Finanzielle Not, Scham und die Angst auf Unverst?ndnis zu sto?en, hindert viele von ihnen daran, Hilfe zu suchen. Oft leiden die Kinder ebenfalls sehr unter diesen Situationen. So haben wir einen Jungen in unserem Tageszentrum, der durch solch ein traumatisches Erlebnis eine schwere Sprachst?rung entwickelt hat. Unsere Logop?din hat dies auch als Ursache f?r sein Stottern best?tigt. Umso dankbarer sind wir daf?r, dass wir im Herbst zwei Frauen mit ihren Kindern (insgesamt 9 Personen) helfen konnten, ihrem gewaltt?tigen h?uslichen Umfeld zu entkommen und einen Neuanfang zu wagen.
Aufgrund dieser Erfahrungen liegt es uns sehr am Herzen, im n?chsten Jahr mehr in auf diesem Gebiet zu arbeiten. Wir tr?umen davon einen “Zufluchtsort” f?r Opfer h?uslicher Gewalt schaffen zu k?nnen, wo betroffene Frauen und Kinder einen Platz finden, an dem sie Hilfe und die Chance auf ein neues Leben bekommen. Um dieses neue Projekt verwirklichen zu k?nnen, wird es viele Wunder brauchen und wir bitten Euch um Eure Unterst?tzung. Wir haben uns in den vergangenen Jahren immer auf Gottes F?hrung verlassen k?nnen und gerade wenn es um neue Entwicklungen und gro?e Schritte geht, sind wir darauf angewiesen, zur rechten Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Bitte betet f?r dieses Anliegen.
Ein wunderbarer Moment zum Ende des Jahres 2016 war die Hochzeit eines jungen Mannes, der viele Jahre in unser erstes Tageszentrum kam. Als er noch in der Grundschule war, starben beide Eltern. Seine Mutter durften wir die letzten Jahre ihres Lebens begleiten. Obwohl er es nie leicht hatte, besonders als er die vergangenen zwei Jahre als Soldat im Kriegsgebiet im Osten der Ukraine diente, ist er ein lebensfroher und netter junger Mann. Wir freuen uns, dass ihm Gott nun die Familie schenkt, die er als Kind nie hatte. Solche Ereignisse best?tigen uns in dem Glauben, dass es nicht umsonst ist, in Kinder und Jugendliche zu investieren und ihnen die Chance auf Bildung und eine sichere Umgebung zum Aufwachsen zu geben.

In diesem Sinne wollen wir auch in das Neue Jahr gehen, im Vertrauen, dass auch 2017 wieder viele Wunder auf uns warten. Wir bedanken uns auch im Namen unserer Mitarbeiter, Kinder und Jugendlichen sowie vieler Familien f?r alle Unterst?tzung und w?nschen von Herzen Gottes Schutz und Segen!

Slavik & Nicole Borisuk mit Rebekka und Sarah und den Kindern und Mitarbeitern aus Odessa


Lebendige Hoffnung e.V.
IBAN: DE77870540003442001004
SWIFT: WELADED1STB

Nicole Borisuk

Nicole Borisuk

Leiterin „Lebendige Hoffnung Odessa"

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